AMASADAKI

Firma für Zwischenbereiche am Kernzone - Adventskalender

szenischer Monolog mit Ute Sengebusch und Patrick B. Yogaran

20. Dezember, 18:30 h
KERNZONE, Paradiesstrasse 1, Binningen
www.kernzone.net/adventskalender



SHARING HOME - ERSTE SCHRITTE IN EUROPA

Einblick in den Rechercheprozess

Theater Roxy, Birsfelden 2016

65 Millionen Menschen befinden sich weltweit auf der Flucht. Laut EU-Berichten reisten in Europa an manchen Orten täglich bis zu 5000 Menschen ein. Im hohen Norden in Schweden, am weitesten entfernt von den meisten Herkunftsländern der Neuankömmlinge, hat sich die Basler Regisseurin Ute Sengebusch auf die Spuren der Ankommenden begeben und ihre ersten Schritte im Ankunftsland verfolgt. Dabei stiess sie auf Geschichten von Heimat und Zukunft. Erzählungen der verlorenen, fremden, neuen, anderen, vermissten, erinnerten Heimat.
Sengebusch verdichtet diese Geschichten mit Bildern und Liedern zu einer neuen Heimaterzählung, die Fragen nach der Bedeutung und dem Wandlungspotenzial von Heimat untersucht. Die Regisseurin öffnet gemeinsam mit dem Medientheaterkollektiv Firma für Zwischenbereiche die Werkstatt und lädt das Publikum ein, erste Ergebnisse des Rechercheprojekts zu entdecken.

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Regie, Konzept, Recherche: Ute Sengebusch / Performance: Beren Tuna / Sound, Bild: Olivia Suter
Unterstützung: Fachausschuss Tanz & Theater BS/BL

www.theater-roxy.ch

Interview mit Ute Sengebusch, Basellandschaftliche Zeitung, Oktober 2016



THE CAMOUFLAGE PROJECT

Dokumentarische Theaterperformance

Theaterspektakel 2015, Zürich

Sie haben beide ihre Wurzeln in Sri Lanka, sie ist Jus-Studentin, er Schauspieler, beide leben in der Schweiz: Gaya (22) und Patrick (35) stehen im Zentrum von «The Camouflage Project», das sich mit dem Alltag junger Tamilinnen und Tamilen im Spannungsfeld zwischen familiärer Tradition und Anpassung an unsere westliche Gesellschaft befasst. Ausgehend von ausführlichen Recherchen und gemeinsam mit den beiden Protagonisten haben die Regisseurin Ute Sengebusch und Firma für Zwischenbereiche eine dokumentarische Performance entwickelt, die bewegt.

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Konzept: Ute Sengebusch und Jessica Huber, Regie: Ute Sengebusch, Recherche/Künstlerische Mitarbeit: Jessica Huber, Performance: Gayathri Sritharan und Patrick B. Yogarajan, Dramaturgie: Corinne Maier, Ausstattung/Bühne: Martina Ehleiter, Video/Sound: Olivia Suter, Licht: Michael Studer, Produktionsleitung: Miriam Haltiner

Koproduktion: Theater Roxy Birsfelden, Theater Tuchlaube Aarau und Zürcher Theater Spektakel
Unterstützung: Fachausschuss Theater und Tanz BS/BL, Stadt Zürich Kultur, Fachstelle Kultur Kanton Zürich, Binding Stiftung

Programmzeitung Theaterspektakel

Pressestimmen



NIMMERLAND

Jugendzentrum Dreirosen, 2014

«Ich will nie schtärbe, nie. Ich weiss nid, Mann. Wieso schtirbt mer eigentlich. Ich schwör. Ich will immer so jung bliibe, nie schtärbe.»

Das Jugendzentrum Dreirosen gehört den Jugendlichen aus dem unteren Kleinbasel. Hier passieren die wirklich wichtigen Dinge: Die Freundschaften, die Kämpfe, die Küsse... Diese jungen Menschen hat die Autorin Eva Rottmann zu ihrem Leben, ihren Werten, ihren Ängsten und ihren Zukunftsträumen befragt. Das Publikum verfolgt die Soundcollage über Kopfhörer und erlebt gleichzeitig die Jugendlichen, die aus ihrem Alltag im Jugendzentrum eine surreale Traumperformance entwickeln. In einem breiten Spektrum sammeln sich Stimmen einer jungen Generation, die trotz Lernzielen, Kompetenz-Checks und Effizienzsteigerungsmassnahmen ihre Identität bewahrt.

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Spiel: Jugendliche aus dem Jugendzentrum Dreirosen, Sprecher: Lukas Kubik, Text: James M. Barrie & Originalstimmen Jugendliche, Konzept und Regie: Eva Rottmann, Sound: Victor Moser, Ausstattung: Nora Howald (Zwischenräume), Oeil extérieur: Sibylle Burkart, Licht / Ton: Thomy Frey, Support Jugendzentrum: Jasmine El-Aghar, Sergej Dick, Lara Krasniqi, Jeanne Totaro, Roger Widmer

Ein Projekt von Firma für Zwischenbereiche.
Mit freundlicher Unterstützung von Abteilung Kultur Basel-Stadt (kult & co), GGG Basel, Stiftung Gertrud Kurz, DOMS-Stiftung und Futurum Stiftung.

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WO IST LUNA?

eine Detektivgeschichte mit '3ohne4'

Premiere: 05. April 2014, Vorstadttheater Basel

Luna ist nicht mehr da. Einfach weg. Verschwunden. Niemand scheint etwas zu wissen. Ihre Freunde Simon, Tim und Hanna suchen sie. Sie werden Detektive, gründen die Bande '3ohne4' und erfahren Dinge, von denen sie nichts wussten. Was heisst «weg sein»? «Nicht mehr hier sein dürfen»? Was ist «illegal» und was sind «Papiere»? Aus der Zentrale im Kinderzimmer erforschen die drei Freunde das plötzliche Fehlen ihrer Freundin, bis sie diese noch einmal sehen...

In der Schweiz leben geschätzt ca. 100'000 Menschen ohne geregelten Aufenthalt. Sie leben unter uns und fallen erst auf, wenn sie erwischt und ausgewiesen werden. Und dann?

Die Zweidimensionalität von Bühne und Kostüm lässt Platz für Fantasie. Vier Leinwände auf der Bühne. Mittels Hellraumprojektoren werden Ermittlungsergebnisse festgehalten und Räume geschaffen.
Drei Erzähler heften sich Kostüme an und schlüpfen in die Rollen der zurückgelassenen Freunde und der sie umgebenden Erwachsenen. Sie zeigen uns eine Möglichkeit, wie es hätte sein können.

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Spiel: Benjamin Mathis, Lukas Kubik, Beren Tuna, Regie: Ute Sengebusch, Dramaturgie: Sarah Buser, Bühne: Martina Ehleiter, Kostüm: Ladina Bosshard, Bewegung: Vanessa Lopez, Licht/Sound: Michi Studer, Theaterpäd.: Milena Meier

Koproduktion von Firma für Zwischenbereiche und Vorstadttheater Basel
Mit Unterstützung von Fachausschuss Theater und Tanz BS/BL, Pro Helvetia, Stanley Thomas Johnson Stiftung, DOMS Stiftung

Artikel Tageswoche März 2014



STÖRENFRIEDE

unregelmässig stattfindende Aufmischungen auf dem Festivalgelände

Festival Wildwuchs 2013, Basel

Normalität und Gewohnheit?
Arbeiten, Feierabend, Ferien im Sommer, Petitionen, Abstimmungen, Grüezi wohl - dazwischen gehen, irritieren, am weichen Sessel rütteln.

Was ist der Status Quo?

Die Integrations- und Berufswahlklasse 2b der Schule für Brückenangebote «stört» mit künstlerischen Interventionen den Festivalbetrieb und erzählt Basel von einer anderen Seite.

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Konzept: Milena Meier, Ute Sengebusch, Regie: Ute Sengebusch, Kostüme: Martina Ehleiter, Choreographie: Laura Vogel

Koproduktion mit Wildwuchs Festival Basel
Mit Unterstützung von DOMS Stiftung, Stiftung für Bevölkerung, Migration und Umwelt (bmu)

http://2013.wildwuchs.ch



WART SCHNELL

ein Theaterprojekt mit Jugendlichen mit Flüchtlingserfahrung

Premiere am 16. Juni 2012, Vorstadttheater Basel

Was sollen wir jetzt machen?
Warten.
Ja, aber beim Warten.

In Samuel Becketts 'Warten auf Godot' wird das Warten zum Lebensinhalt. Genau so geht es Jugendlichen, die auf ihren Asylentscheid warten. Warten ist ein Mittel zum Zweck, etwas, das wir in der Regel vermeiden. Es ist gewissermassen der Transitraum zwischen zwei Ereignissen.
Wir sind der Frage nachgegangen, was eigentlich die Menschen tun, die in die Schweiz kommen und ein Asylgesuch stellen, weil sie in ihrem Heimatland kein sicheres Leben führen können. In den Proben wurde schnell klar, dass es vor allem um das Füllen von Zeit geht, darum, etwas zu tun – beim Warten. Sie suchen sich Beschäftigungen und werden zu Spezialisten in erstaunlichen Disziplinen.

Nicht nachdenken! Busy, busy, nicht zuhause sitzen!

Stellvertretend für mehr als 50'000 im Asylverfahren stehende Personen in der Schweiz zeigen fünf Jugendliche aus Äthiopien, Eritrea und Tibet wie es aussehen kann, wenn Warten zur Haupttätigkeit wird.

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Spiel: Tenzin Jorden, Tadiyose Mulugeta, Mustefa Tiku, Alex Yosef, Daniel Zekarias, Künstlerische Leitung: Ute Sengebusch, Dramaturgie: Milena Müller, Choreographie: Laura Vogel, Musik: Victor Moser, Bühne: Martina Ehleiter, Kostüme: Ladina Bosshard, Licht: Claudia Oetterli, Graphik: Gaspard Weissheimer

Unterstützt durch Eucationprojekte Region Basel, DOMS-Stiftung, Futurum Stiftung, Stiftung für Bevölkerung, Migration und Umwelt (bmu)

Artikel Basler Zeitung Juni 2012



80% ANGST

eine Hörinstallation

Atelierfestival mini-mü 2009, Zürich

Ein vierköpfiges Ensemble hat sich mit der Angst als unserem Antrieb, unserem Motor beschäftigt.
Entstanden sind Szenen, Ansprachen und Gedichte, die – gut verpackt in Zügelkartons – zu
einem grossen Haufen aufgestapelt, einladen zuzuhören. Nicht auf Ohren-, aber auf Augen-,
Fuss-, Hüft-, Über-Kopfhöhe spricht es aus grossen und kleinen Löchern zu den Vorbeigehenden.
Sie können noch mehr zuhören und eintauchen, wenn sie den Kopf in Vogel Strauss-Manier in die Kartons
stecken.

Von und mit Utz Bodamer, Lisa M. Fix, Ute Sengebusch, Olivia Suter



DISCO PICS

Situation Installation Variante

Theater in allen Räumen 2007, Hochschule Musik und Theater Zürich

Junge Menschen, die sich selbst überlassen sind, aufgespannt zwischen den Polen Sehnsucht, Lethargie, Ohnmacht und Aggression, Selbstbehauptung, Wut. Mit der Verbindung von Enda Walshs Text 'disco pigs' und den Vorstadtkrawallen in Paris haben FfZB eine innere und äussere Bilderwelt geschaffen, welche von diesem Lebensgefühl erzählen. Sie sind der Frage nachgegangen was passiert, wenn zwei Personen in einer solchen Situation eine Beziehung stattfinden lassen.

Von und mit Rosario Bona, Ute Sengebusch, Olivia Suter